2012/03/04 by arnie

Sarma (Krautrouladen)

Am Balkan verwendet man nicht gerade viele Gewürze und Kräuter. Deswegen ist die asiatische Küche zum Beispiel für Balkanbewohner, sehr gewöhnungsbedürftig und führt immer zuerst zur Ablehnung. Ja ich war auch eine davon, aber alles ist irgendwie Gewöhnungssache und es dauert eben etwas Zeit bis man sich daran gewöhnt. Sowie für uns Balkanbewohner die asiatische Küche zuerst mit Vorsicht genossen wird, reagiert auch sicher der Inder etwas verstört auf die für ihn ungewürzte Küche eines Bosniers. Es hängt immer davon ab, womit man aufgewachsen ist.

Hier eines meiner Lieblingsgerichte aus meiner Kindheit, mit den Hauptgewürzen mit denen ich aufgewachsen bin: Salz, Pfeffer, Paprikapulver und nicht zu Vergessen das A und O in jedem Balkanhaushalt: VEGETA, kriegt man heutzutage in jedem Supermarkt. Ich habe sie mir schon fast ganz abgewöhnt, da ich kein Fan von Geschmacksverstärkern bin, aber dennoch ist es manchmal unumgänglich sie zu verwenden, wenn es um die Küche meiner Heimat geht.

So geht’s:

  • 1 kleinerer Sauerkrautkopf (beim Spar, Merkur, etc… erhältlich)
  • 800 gr Rindsfachiertes
  • 400 gr Langkornreis
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Vegeta-Gewürzsalz
  • Tomatenpaste
  • 2 Tomaten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Mehl
  • 4 EL Öl
  • Paprikapulver edelsüß

 

1. Die einzelnen Sauerkrautblätter vom Kopf entfernen und in eine große Schüssel legen, danach mit kaltem Wasser aufgießen. Die Krautblätter sollen sozusagen gewaschen werden, da das Gericht sonst zu sauer wird. Am besten zweimal das Wasser auswechseln und jeweils immer 10  Minuten im Wasser lassen.

2. Während die Blätter im Wasser liegen, die Füllmasse herzstellen. Fleisch, Reis, Salz, Pfeffer, Vegeta, Tomatenpaste und etwas Paprikapulver dazumischen, hier ist Gefühl und Geschmack gefragt, die Fleischmasse soll ordentlich gewürzt sein, aber nicht versalzen. Alles gut durchmischen.

 

3. Die Rouladen füllen indem man in die Masse in die Mitte der dicken Sauerkrautblattseite gibt, dann aufwickeln und die abstehenden Enden mit dem Finger in die Roulade drücken.

4. Die Rouladen nun gleichmäßig, dicht aneinander in einem Topf verteilen und mit ein paar Krautblättern, Knoblauchzehen und Tomatenstücken bedecken, auch noch etwas Tomatenpaste auf allem verteilen und würzen. Wenn der Topf groß genug ist, dann noch eine Schicht Rouladen drauf legen und alles nocheinmal wiederholen. Es muss nur bedacht werden, dass die Rouladen wegen der Fleisch-Reismasse  aufgehen, das heißt ordentlich viel Platz nach oben im Topf lassen, am besten so viel, dass noch eine Reihe hinein passen würde!

5. Nun alles mit Wasser bedecken und auf höchster Stufe zum Kochen bringen. Wenn das Wasser aufkocht, auf die zweitniedrigste Stufe stellen und ca. 1,5-2 Stunden köcheln lassen.

6. Wenn die Rouladen durch sind, das Einbrenn herstellen indem Öl in einer Pfanne auf höchster Stufe erhitzt wird, dann das Mehl und einen TL Paprikapulver hinzufügen und rühren bis alles miteinander verschmilzt, es sollten keine Klumpen in der Sauce sein.

7. Die Sarme auf höchster Stufe wieder aufkochen und das Einbrenn darüber gießen. Fertig.

 

Man sollte immer nur sicherstellen, dass genug Wasser die Rouladen bedeckt, damit der Reis und das Fleisch richtig gekocht werden. Eigentlich bräuchte die Fleisch-Reismasse nur ca. eine Stunde, man kocht es deswegen länger, damit das Kraut auch weicher und milder wird , sonst ist es  zu hart und zu sauer.

Am besten ist es, alles in einem Topf aus Gusseisen zu kochen, dann werden die Sarme am besten.

Die Sarme sind bis zu einer Woche im Kühlschrank haltbar und lassen sich auch in Tupperware einfrieren.

 

 



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